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Folge 18: Parker’s Beste aus Spanien
Die nordspanische Weinregion Cariñena gilt gemeinhin nicht als Quelle erstklassiger Weine. Doch einer der größten Weinproduzenten der Region, Virgen del Aguila, sorgt seit kurzem für frischen Wind, indem es moderne Weine von erstaunlicher Qualität produziert. Das beste Beispiel dafür ist die Weinlinie "Agostòn".
Der Agostòn Chardonnay-Viura bietet ein unkompliziertes Trinkvergnügen mit Zitrusnoten, Äpfeln, Pfirsichen und einer sommerlichen Frische.
Der Agostòn Garnacha-Syrah präsentiert sich kräftig mit vielen Beerenfrüchten, Kirschen, Pfeffer und mineralischen Anklängen. Am Gaumen ist der Wein vollmundig und fruchtbetont mit einer schönen Balance aus Saft und Würze.
Der Agostòn Tempranillo-Cabernet verfügt über ein Bouquet mit intensiver Kirschfrucht, Pflaumen, Bitterschokolade und etwas Pfefferwürze. Am Gaumen ist der Wein ausdrucksstark mit saftiger Frucht und weichen Tanninen. Das Finale ist von guter Länge.
Kann ein Wein noch leckerer sein?
Gestern im Gourmet-Edeka unserer Stadt, der über eine ausgezeichnete Weinabteilung verfügt: ich ging wie immer zum Abschluss meiner Einkaufstour durch die Weinabteilung, um nach interessanten Weinen Ausschau zu halten. Dabei entdeckte ich einen Rotwein, der angeblich mit 16 Goldmedaillen ausgezeichnet wurde. „Nettes Verkaufsargument“, dachte ich mir „aber leider etwas übertrieben“. Da der Wein aus Spanien stammt und ich im Moment gerne spanische Rotweine trinke, nahm ich eine Flasche mit. „Für acht Euro kann man ja nicht so viel falsch machen“, dachte ich mir.
Am Abend öffnete ich dann die Flasche, auf der stand „Pago de Cirsus de Inaki Nunez 2005“ – aus dem Gebiet Navarra. Das Navarra liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rioja in Nordspanien und produziert einige interessante Weine, auch wenn diese gemeinhin nicht zu den besten Weinen Spaniens gezählt werden. Der „Pago de Cirsus“ ist eine Cuvée aus Tempranillo, Merlot und Cabernet Sauvignon. Er verbindet also die bekannteste Rebsorte Spaniens (Tempranillo) mit den beiden bekannten Bordeaux-Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon.
Viel habe ich von dem Wein nicht erwartet, sondern dachte eher, dass es ein interessanter Spanier sein wird, der – wenn ich Glück habe – auch noch lecker schmeckt. Viele sagen, dass das Attribut „lecker“ nichts in einer Weinbeschreibung zu suchen hat. Ich sehe das anders. Wenn ein Wein für mich so RICHTIG lecker schmeckt, dann darf ich das auch schreiben. Immerhin haben Weinbeschreibungen immer etwas Subjektives und mein ganz subjektives Empfinden kann durchaus „lecker“ sein.
Aber zurück zum Wein: meine Erwartungen wurden übertroffen!
In der Nase zeigt der Wein eine herrliche Aromatik: weiche, eingelegte Beeren, Lakritz, Schokolade, gebrauchtes Holz, Leder und viele Kräuter, die mich an Ricola-Bonbons erinnern. Was in der Nase schön anfängt, wird am Gaumen dann so RICHTIG lecker: der Wein hat Saft und dennoch Kraft. Er ist weich, hat aber dennoch Tiefgang. Der Körper ist kräftig und höchst interessant, zeigt sich aber von einer sehr anschmiegsamen, vanilligen Seite, dem kaum jemand widerstehen kann. Für mich ist er vielleicht der perfekte Winter-Wein zu einem spannenden Buch vor dem Kamin.
16 Goldmedaillen? Zu Recht!
Verstärkung im enomio-Team
Das enomio-Team ist um eine Person verstärkt worden. Deshalb möchte ich gerne die Chance nutzen, um mich bei Ihnen vorzustellen.
Mein Name ist Helge Hagener, ich bin 31 Jahre alt und lebe und arbeite im beschaulichen Lüneburg. Zum Wein kam ich über Umwege. Zunächst studierte ich Informatik und arbeitete sowohl aus Web-Developer als auch als Produktmanager. Nach dem ersten Urlaub in Südafrika vor etwa 12 Jahren war ich von dem Land, den Menschen und der Stimmung so begeistert, dass ich mir nach der Rückkehr mit südafrikanischen Weinen den schönen Urlaub in Erinnerung rief.
Viele von Ihnen wissen es: wer den Wein-Virus einmal hat, der wird ihn so schnell nicht mehr los.
Deshalb begann ich, alles über Wein zu lesen, was ich in die Finger bekam, besuchte Weinveranstaltungen und Seminare. Mittlerweile studiere ich mein Diploma in Wines and Spirits (Weinakademiker) an der Weinakademie Rust / FH Geisenheim und werde das Studium 2010 abschließen.
Seit Mitte 2009 bin ich selbstständiger Weinberater, Weinautor und Weindozent. Bei enomio.de übernehme ich zukünftig die meisten redaktionellen Arbeiten – vom Schreiben der begleitenden Texte über das Twittern bis hin zum Moderieren der Facebook-Fanpage. Doch auch das Schreiben von Blogeinträgen wird zu meinen Aufgaben gehören.
Ich freue mich bereits sehr auf diese Aufgabe und würde mich freuen, wenn möglichst viele Besucher der Webseite mit mir in Kontakt treten würden, denn nur so können enomio.de und ich noch besser werden. Zögern Sie deshalb bitte nicht, mich zu kontaktieren, wenn Sie Fragen, Anregungen oder Ideen haben. Sie erreichen mich jederzeit unter hagener@enomio.com.
Twittern auf enomio
Vielen von Euch ist bereits die rechte Leiste mit Twitter aufgefallen und ich werde häufig gefragt, was das ist, wie das funktioniert und ob man da mitmachen kann.
Für die "was ist Twitter?"-Fraktion:
Twitter ist ein Kommunikationsmedium in Echtzeit.
Viele haben bereits darüber geschrieben wie z.B. der Spiegel und/oder twittern bereits aktiv (z.B FAZ Topnews).
Einen übersichtlichen Führer für Neulinge gibt es bei Heide Liebmann, die ausführlich über den Umgang mit dem -nicht sofort zu erschließenden- Medium beschreibt.
Erfahrungsgemäß ist es unmöglich, Twitter sofort zu begreifen: Man tippt etwas in dieses 140 Zeichen lange Feld, das scheinbar in’s Nirvana geht. Der eigene Nachrichtenticker bleibt hingegen weiß. Ich empfehle eine vorsichtige Herangehensweise: Ein paar Tweets der großen Nachrichtenseiten, (natürlich) enomio folgen und warm werden.
Für Alle:
Alle tweets mit #enomio werden auf der Startseite gezeigt.
Wordpress-Template
endlich; das wurde aber auch Zeit, dass der Blog im gewohnten enomio-Look durch das Netz geistert. Eigentlich eine Priorität war die Umsetzung doch etwas holprig. Als Dienstleister haben wir psd2html genutzt.
Ein auf den ersten Blick moderner Dienstleister aus den USA, der auf Preis und Transparenz achtet. Ein Wordpress-Template bekommt man schon ab 200$. Bei den Umrechnungskursen eine echte Alternative zu den Layoutern in unseren Landen, vorausgesetzt man verfügt über Sprachkenntnisse. Das Feedback zu den Tickets ist wirklich schnell und der Dienstleister verspricht eine Umsetzung innerhalb von 24 Stunden.
Leider bin ich mit der Ausführung nicht richtig zufrieden. Wer schon Aufträge vergeben hat, weiss, dass ein detailliertes Briefing der Schlüssel für eine schnelle und kostengünstige Umsetzung ist. Programmierer / Designer können noch immer nicht in die Köpfe der Auftraggeber gucken und setzen recht stumpf nach gestellter Anforderung um. Umso bedauerlicher, wenn augenscheinlich das Briefing nicht richtig gelesen wurde und einige Punkte 2-3x angemahnt werden mussten. Dann kann man nicht mehr die Umsetzungsgeschwindigkeit in Stunden, sondern Tagen messen. Naja, hier ist es zumindest und wir können endlich richtig loslegen. Schreiben, schreiben, schreiben, und an die Leser denken.
-Ein Weinshop darf kein bierfreier Raum sein.-