Posts Tagged ‘merlot’

Folge 21: 3 Rote aus Südwestfrankreich

OKT
23
Posted by Philipp in Allgemeines

 

Unsere Reise führt uns diese Woche nach Südwestfrankreich. Die Region wird zwar vom weltbekannten Weinbaugebiet Bordeaux dominiert, jedoch gibt es hier auch andere Gebiete, die es wert sind, entdeckt zu werden – so wie etwa das Cahors.

 

 

 

Der Château Lataste ist ein Bordeaux Supérieur aus dem Entre-Deux-Mers und leuchtet rubinrot im Glas. Das Bouquet ist fruchtig mit schwarzen Johannisbeeren, etwas Leder und Würze. Am Gaumen zeigt sich der Wein weich mit einer guten Balance zwischen Frucht und Tanninen.

 

Der Château Haut-Brisson ist ein Saint-Emilion Grand Cru und gehört in die Spitzenliga der Bordeaux-Weine. Er präsentiert ein intensives Bouquet mit Noten von schwarzen Beeren, Leder, Tabak und etwas Schokolade. Am Gaumen dann mit feinen Tanninen und Frucht, die sich zum Finale hin in erdig-würzige Noten wandelt. Die Länge ist hervorragend.

 

Der Cahors der Domaine du Caillau stammt aus dem gleichnamigen Weinbaugebiet, das ebenfalls in Südwestfrankreich liegt. Die dominierende Rebsorte hier ist jedoch Malbec, der in der Regel tiefdunkle Weine liefert. Der Wein zeigt einen zarten Duft von schwarzen Waldbeeren, Kirschen und etwas Walnuss. Am Gaumen mit Fülle, abgerundeten Tanninen und einer guten Präsenz.
 

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Folge 19: 3x ENATE – unser Favorit aus Nordspanien

OKT
9
Posted by Philipp in Allgemeines

Enate ist einer der großen Namen für spanischen Wein. Die berühmte Bodega liegt in der traditionsreichen, aber noch wenig bekannten Weinregion Somontano und zeigt, dass auch außerhalb von Rioja und dem Penedès in Nordspanien erstklassige Weine produziert werden können.

 

 

Der Enate Chardonnay 234 ist ein Wein mit einer interessanten Persönlichkeit. Die Aromen sind fruchtig: grüner Apfel, Pfirsich, Birnen, Quitten und etwas Heu. Am Gaumen präsentiert sich der Wein saftig und frisch und Aromen, die etwas ins Tropische tendieren. Dazu mineralische Untertöne.

Der Enate Cabernet-Merlot zeigt sich elegant und geschmeidig mit Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, etwas Vanille und Holzwürze. Am Gaumen harmonisch und anschmiegsam mit feiner Würze und weichen Tanninen.

Der Enate Varietales Del Dos Mil Dos ist ein intensiver und komplexer Wein mit roten und schwarzen Früchten, Kirschen, Leder, Kräutern, Pfeffer und etwas Paprika. Am Gaumen ist der Wein dicht gewirkt mit angenehmer Holzwürze und vielen samtigen Tanninen.

Mehr Informationen zu den Weinen finden Sie im aktuellen Angebot.

 

Noch eine Anmerkung in eigener Sache:

Leider hat sich wieder der Ton-Teufel eingeschlichen. Jeder, der schon mal Videos aufgenommen hat, kennt das. Eins der grössten Probleme ist der Ton. Rauschen, Windgeräusche, zu laut, zu leise. Den richtigen Ton zu finden ist eine Kunst.
Wir sind mit unserem Ton nicht zufrieden und sind dabei, wie in allen Bereichen, uns zu verbessern.
Wir bitten um Ihre Nachsicht und Geduld.
 

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Kann ein Wein noch leckerer sein?

SEP
23
Posted by Helge in Allgemeines

Gestern im Gourmet-Edeka unserer Stadt, der über eine ausgezeichnete Weinabteilung verfügt: ich ging wie immer zum Abschluss meiner Einkaufstour durch die Weinabteilung, um nach interessanten Weinen Ausschau zu halten. Dabei entdeckte ich einen Rotwein, der angeblich mit 16 Goldmedaillen ausgezeichnet wurde. „Nettes Verkaufsargument“, dachte ich mir „aber leider etwas übertrieben“. Da der Wein aus Spanien stammt und ich im Moment gerne spanische Rotweine trinke, nahm ich eine Flasche mit. „Für acht Euro kann man ja nicht so viel falsch machen“, dachte ich mir.

 

Am Abend öffnete ich dann die Flasche, auf der stand „Pago de Cirsus de Inaki Nunez 2005“ – aus dem Gebiet Navarra. Das Navarra liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rioja in Nordspanien und produziert einige interessante Weine, auch wenn diese gemeinhin nicht zu den besten Weinen Spaniens gezählt werden. Der „Pago de Cirsus“ ist eine Cuvée aus Tempranillo, Merlot und Cabernet Sauvignon. Er verbindet also die bekannteste Rebsorte Spaniens (Tempranillo) mit den beiden bekannten Bordeaux-Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon.

 

Viel habe ich von dem Wein nicht erwartet, sondern dachte eher, dass es ein interessanter Spanier sein wird, der – wenn ich Glück habe – auch noch lecker schmeckt. Viele sagen, dass das Attribut „lecker“ nichts in einer Weinbeschreibung zu suchen hat. Ich sehe das anders. Wenn ein Wein für mich so RICHTIG lecker schmeckt, dann darf ich das auch schreiben. Immerhin haben Weinbeschreibungen immer etwas Subjektives und mein ganz subjektives Empfinden kann durchaus „lecker“ sein.
Aber zurück zum Wein: meine Erwartungen wurden übertroffen!

 

In der Nase zeigt der Wein eine herrliche Aromatik: weiche, eingelegte Beeren, Lakritz, Schokolade, gebrauchtes Holz, Leder und viele Kräuter, die mich an Ricola-Bonbons erinnern. Was in der Nase schön anfängt, wird am Gaumen dann so RICHTIG lecker: der Wein hat Saft und dennoch Kraft. Er ist weich,  hat aber dennoch Tiefgang. Der Körper ist kräftig und höchst interessant, zeigt sich aber von einer sehr anschmiegsamen, vanilligen Seite, dem kaum jemand widerstehen kann. Für mich ist er vielleicht der perfekte Winter-Wein zu einem spannenden Buch vor dem Kamin.

 

16 Goldmedaillen? Zu Recht!
 

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