Posts Tagged ‘spanien’
Folge 19: 3x ENATE – unser Favorit aus Nordspanien
Enate ist einer der großen Namen für spanischen Wein. Die berühmte Bodega liegt in der traditionsreichen, aber noch wenig bekannten Weinregion Somontano und zeigt, dass auch außerhalb von Rioja und dem Penedès in Nordspanien erstklassige Weine produziert werden können.
Der Enate Chardonnay 234 ist ein Wein mit einer interessanten Persönlichkeit. Die Aromen sind fruchtig: grüner Apfel, Pfirsich, Birnen, Quitten und etwas Heu. Am Gaumen präsentiert sich der Wein saftig und frisch und Aromen, die etwas ins Tropische tendieren. Dazu mineralische Untertöne.
Der Enate Cabernet-Merlot zeigt sich elegant und geschmeidig mit Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, etwas Vanille und Holzwürze. Am Gaumen harmonisch und anschmiegsam mit feiner Würze und weichen Tanninen.
Der Enate Varietales Del Dos Mil Dos ist ein intensiver und komplexer Wein mit roten und schwarzen Früchten, Kirschen, Leder, Kräutern, Pfeffer und etwas Paprika. Am Gaumen ist der Wein dicht gewirkt mit angenehmer Holzwürze und vielen samtigen Tanninen.
Mehr Informationen zu den Weinen finden Sie im aktuellen Angebot.
Noch eine Anmerkung in eigener Sache:
Leider hat sich wieder der Ton-Teufel eingeschlichen. Jeder, der schon mal Videos aufgenommen hat, kennt das. Eins der grössten Probleme ist der Ton. Rauschen, Windgeräusche, zu laut, zu leise. Den richtigen Ton zu finden ist eine Kunst.
Wir sind mit unserem Ton nicht zufrieden und sind dabei, wie in allen Bereichen, uns zu verbessern.
Wir bitten um Ihre Nachsicht und Geduld.
Folge 18: Parker’s Beste aus Spanien
Die nordspanische Weinregion Cariñena gilt gemeinhin nicht als Quelle erstklassiger Weine. Doch einer der größten Weinproduzenten der Region, Virgen del Aguila, sorgt seit kurzem für frischen Wind, indem es moderne Weine von erstaunlicher Qualität produziert. Das beste Beispiel dafür ist die Weinlinie "Agostòn".
Der Agostòn Chardonnay-Viura bietet ein unkompliziertes Trinkvergnügen mit Zitrusnoten, Äpfeln, Pfirsichen und einer sommerlichen Frische.
Der Agostòn Garnacha-Syrah präsentiert sich kräftig mit vielen Beerenfrüchten, Kirschen, Pfeffer und mineralischen Anklängen. Am Gaumen ist der Wein vollmundig und fruchtbetont mit einer schönen Balance aus Saft und Würze.
Der Agostòn Tempranillo-Cabernet verfügt über ein Bouquet mit intensiver Kirschfrucht, Pflaumen, Bitterschokolade und etwas Pfefferwürze. Am Gaumen ist der Wein ausdrucksstark mit saftiger Frucht und weichen Tanninen. Das Finale ist von guter Länge.
Kann ein Wein noch leckerer sein?
Gestern im Gourmet-Edeka unserer Stadt, der über eine ausgezeichnete Weinabteilung verfügt: ich ging wie immer zum Abschluss meiner Einkaufstour durch die Weinabteilung, um nach interessanten Weinen Ausschau zu halten. Dabei entdeckte ich einen Rotwein, der angeblich mit 16 Goldmedaillen ausgezeichnet wurde. „Nettes Verkaufsargument“, dachte ich mir „aber leider etwas übertrieben“. Da der Wein aus Spanien stammt und ich im Moment gerne spanische Rotweine trinke, nahm ich eine Flasche mit. „Für acht Euro kann man ja nicht so viel falsch machen“, dachte ich mir.
Am Abend öffnete ich dann die Flasche, auf der stand „Pago de Cirsus de Inaki Nunez 2005“ – aus dem Gebiet Navarra. Das Navarra liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rioja in Nordspanien und produziert einige interessante Weine, auch wenn diese gemeinhin nicht zu den besten Weinen Spaniens gezählt werden. Der „Pago de Cirsus“ ist eine Cuvée aus Tempranillo, Merlot und Cabernet Sauvignon. Er verbindet also die bekannteste Rebsorte Spaniens (Tempranillo) mit den beiden bekannten Bordeaux-Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon.
Viel habe ich von dem Wein nicht erwartet, sondern dachte eher, dass es ein interessanter Spanier sein wird, der – wenn ich Glück habe – auch noch lecker schmeckt. Viele sagen, dass das Attribut „lecker“ nichts in einer Weinbeschreibung zu suchen hat. Ich sehe das anders. Wenn ein Wein für mich so RICHTIG lecker schmeckt, dann darf ich das auch schreiben. Immerhin haben Weinbeschreibungen immer etwas Subjektives und mein ganz subjektives Empfinden kann durchaus „lecker“ sein.
Aber zurück zum Wein: meine Erwartungen wurden übertroffen!
In der Nase zeigt der Wein eine herrliche Aromatik: weiche, eingelegte Beeren, Lakritz, Schokolade, gebrauchtes Holz, Leder und viele Kräuter, die mich an Ricola-Bonbons erinnern. Was in der Nase schön anfängt, wird am Gaumen dann so RICHTIG lecker: der Wein hat Saft und dennoch Kraft. Er ist weich, hat aber dennoch Tiefgang. Der Körper ist kräftig und höchst interessant, zeigt sich aber von einer sehr anschmiegsamen, vanilligen Seite, dem kaum jemand widerstehen kann. Für mich ist er vielleicht der perfekte Winter-Wein zu einem spannenden Buch vor dem Kamin.
16 Goldmedaillen? Zu Recht!
Folge 14: Can Feixes Blanc Selecció DO
Das Penedès ist nicht nur Heimat des bekannten Schaumweins "Cava", sondern auch Herkunft einiger spannender Rot- und Weißweine.
Unser heutiger Weißwein, der Can Feixes Blanc Selecció 2008, ist eine Cuvée aus Parellada, Macabeo, Chardonnay und Pinot Noir. Im Glas leuchtet der Wein in einem grünlichen Strohgelb. Das Bouquet des Weines ist wunderbar ansprechend und aromatisch mit Zitrusfrüchten, Melonen, Quitten und einer feinen Mineralität. Am Gaumen rassig mit guter Säure und einem geringen Alkoholgehalt. Mehr Limone, Grass und Pfirsich als in der Nase, aber erneut mit schönen mineralischen Noten.
Wer sich bei den in diesem Wein enthaltenen Rebsorten über "Pinot Noir" wundert, dem kann Entwarnung gegeben werden. Es ist in der Tat möglich, aus roten Rebsorten weißen Wein zu machen – anders herum wird es hingegen schon schwieriger. Der Pinot Noir sorgt in diesem Wein für die gute Struktur, der Chardonnay liefert die Feinheit. Parellada und Macabeo, zwei einheimisch Rebsorten, sorgen für den lokalen Einschlag und die nötige Leichtigkeit.