Posts Tagged ‘weißwein’
Folge 22: Fruchtige von Plozner
Heute nehmen wir uns nochmal zwei der besten Weine diesen Sommers vor:
Plozner zeichnet sich durch klare sortenreiche Weine aus, die seit den 60er im italienischen Friaul angebaut und kultiviert werden.
Die steinigen Böden sorgen für den mineralischen frischen Geschmack. Weitere Hinweise zum Erzeuger findet man auf der Homepage beim aktuellen Wocheneangebot.
Folge 16: Pouilly Fumé ‘Le Champ des Vignes’ 2008
In dieser Woche präsentieren wir Ihnen ein Wein von der oberen Loire, dessen Gebiete Pouilly Fumé und Sancerre seit langer Zeit als die bekanntesten und besten Regionen in Frankreich für exzellenten Sauvignon Blanc gelten – lange bevor Neuseeland auf die Weltkarte des Weines trat.
Der Pouilly Fumé ‘Le Champ des Vignes’ von der Domaine Yvon et Pascal Tabordet wird zu 100% aus Sauvignon Blanc gekeltert. Er zeigt ein spannendes Spiel aus fruchtigen Noten wie Johannisbeeren, Stachelbeeren und Zitrusfrüchten, aber auch mineralisch-würzigen Noten wie Feuerstein und Tabak. Am Gaumen präsentierter Pouilly Fumé dann seine klare Frische mit einer präsenten, aber harmonischen Säure. Die fruchtigen Aromen der Nase werden hier erneut von würzigen und mineralischen Noten durchzogen. Ein herrlicher Wein für die letzten warmen und die ersten kühlen Tage
Weißwein aus roten Rebsorten – geht das?
Die Antwort ist kurz: Ja!
Und Weißwein von roten Trauben ist weniger eine Spezialität, als Sie vielleicht denken könnten. Es ist in einigen Weinregionen vielmehr an der Tagesordnung, einen weißen Wein aus roten Rebsorten zu machen. Schauen wir uns etwa die Champagne an. Auch wenn der Großteil der Champagner weiß ist, sind zwei der drei bekannten Champagner-Rebsorten rot. Traditionell wird ein Champagner aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier hergestellt. Pinot Noir und Pinot Meunier sind dabei rote Rebsorten und bei uns zu Lande als Spätburgunder und Schwarzriesling bekannt. Dennoch ist der meiste Champagner weiß. Ein Champagner, auf dem „Blanc de Noir“ steht, wird sogar ausschließlich von roten Rebsorten produziert, ist aber stets weiß in der Farbe. So sagt es auch bereits das Etikett: „Blanc de Noir“ = „weiß von schwarz“.
Doch wie ist es technisch überhaupt möglich, einen Weißwein von roten Trauben zu machen?
Die grundsätzliche Tatsache ist hierbei auch schon die interessanteste: der Saft von roten und weißen Trauben sieht identisch aus – er ist nämlich farblos. Die Farbstoffe einer roten Weinbeere sitzen lediglich in der Schale. Bei der Verarbeitung von Rotweintrauben kann sich der Winzer dann entscheiden, wie lange er Saft und Traubenschalen zusammen einem Tank lassen möchte. Je länger, desto höher die Farbausbeute. Entfernt der Winzer die Schalen sofort aus dem Tank erhält er einen Weißwein.
So einfach ist das.
Und genau aus dieser Erklärung lässt sich auch eine ganz andere Schlussfolgerung zu, die sich jeder Weintrinker merken sollte: von der Farbe eines Weines kann nicht auf sein Qualität geschlossen werden, denn Sie wissen nie, was genau im Keller passiert ist und wie viele Farbpigmente in der Schale der verwendeten Rebsorte saßen.